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Wofür wir stehen und was uns bewegt

Unser Kreis Recklinghausen ist eine vielfältige, lebens- und liebenswerte Kommune, in der es sich lohnt, zu leben, zu arbeiten, jung zu sein und alt zu werden. Der Vestische Kreis sieht auf eine lange Tradition zurück, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Seither hat sich viel geändert, die ehemals agrarische Struktur des Kreises passte sich den allgemeinen Entwicklungen der aufkommenden Montanindustrie an, die mehr als einhundert Jahre die nähere und weitere Umgebung prägte. In diesem Kreis, der letztlich immer tolerant und offen für andere Menschen und Lebensläufe war und ist, hat sich ein Miteinander von unterschiedlichsten Lebensentwürfen und ein engagiertes Gemeinschaftsgefüge entwickelt. Viele Menschen im Kreis stellen sich verstärkt die Frage, wie wir angesichts des Klimawandels, der Corona-Krise, neuer Mobilitätskonzepte und sozialer Herausforderungen zukünftig leben werden. Mit unserem Wahlprogramm geben wir GRÜNE Antworten, wie wir uns einen nachhaltigen, ökologischen, sozialen, vielfältigen und ökonomisch starken Kreis Recklinghausen vorstellen. Wir haben den Anspruch, mehr Verantwortung für die Zukunft des Kreises zu übernehmen. Die Corona-Krise scheint derzeitig allgegenwärtig, dennoch sollten wir die historische Herausforderung des Klimawandels und des Artensterbens, auf die wir auch hier Antworten geben müssen, darüber nicht vergessen. Klimaschutz fängt vor Ort an und ist eine der wichtigsten Aufgaben, der wir uns in den nächsten Jahren stellen müssen. Wir setzen uns dafür ein, dass im Kreis Recklinghausen Maßnahmen umgesetzt werden, die effektiv die Emissionen mindern. Wir stehen für Tatkraft in der Verkehrswende und im Ausbau erneuerbarer Energien. Wir sehen unsere Verantwortung darin, dass der Kreis baldmöglichst klimaneutral ist. Nachdem viele Jahrzehnte das Auto im Mittelpunkt der Verkehrspolitik stand, rückt zunehmend die menschenfreundliche Mobilität in den Vordergrund. Es geht darum, Mobilität neu zu denken und besser zu organisieren, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu erhalten und zu verbessern. Dazu bedarf es einer konsequenten Verkehrswende hin zu sicherer und klimafreundlicher Mobilität für alle, mit geringerer Luft- und Lärmbelastung und weniger Staus.

Vor dem Hintergrund, dass unsere Bevölkerung immer älter und vielfältiger wird, die soziale Spaltung der Gesellschaft zunimmt und Wohnraum immer teurer wird, bedarf es einer integrierten Kreisentwicklung, die sowohl soziale als auch ökologische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Den sozialen Zusammenhalt zu stärken ist für uns GRÜNE ein Herzensanliegen. Wir wollen in unserem Kreis dafür Sorge tragen, dass Mitmenschlichkeit und Solidarität gefördert werden und die sozialen Träger die Sicherheit erhalten, ihre gute und wertvolle Arbeit fortsetzen und ausbauen zu können. Darum wollen wir soziale Institutionen und Strukturen fördern und stärken. Nur gemeinsam können wir die enormen Herausforderungen wie die Klima- und Corona-Krise zum Wohle des Kreises Recklinghausen bewältigen.

Deshalb unbedingt am 13. September GRÜN wählen, das ist die Zukunft, die Mut macht!

Ihr Dr. Marco Zerwas, Landratskandidat

Unsere Kandidat*innen für den Kreistag

Listenplatz 1: Silke Krieg

Unsere Nummer 1 auf der Liste für den Kreistag: Silke Krieg aus Oer-Erkenschwick! Silke ist stellvertretende Bürgermeisterin, seit über 15 Jahren aktiv für die Grünen und arbeitet als Coach für Kommunikation und Führungskräfte. Im Kreistag wird sie sich vor allem für einen emissionsfreien Verkehr und eine nachhaltigere Wirtschaft einsetzen.

Listenplatz 2: Prof. Dr. Bert Wagener

Unsere Nummer 2 auf der Liste für den Kreistag: Prof. Dr. Bert Wagener aus Castrop-Rauxel! Bert tritt seit vielen Jahren aktiv für die Grünen in der Region ein. Aufgrund seines umfassenden beruflichen Hintergrundes als diplomierter Verwaltungswirt und promovierter Psychologe sowie seiner persönlichen Interessen liegt sein politischer Schwerpunkt auf der Gestaltung eines lebenswerten Umfeldes. Hierzu gehören für Bert neben Gesundheit und Naherholung auch Kultur, Sport als auch gerechte Bildung.

Listenplatz 3: Martina Herrmann

Unsere Nummer 3 auf der Liste für den Kreistag: Martina Herrmann aus Herten! Martina ist seit neun Jahren Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Hertener Stadtrat. Im Kreistag wird sie sich für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradwege einsetzen. Eine bessere Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen spielt ebenfalls eine große Rolle für Martina.

Listenplatz 4: Dr. Marco Zerwas

Unsere Nummer 4 auf der Liste für den Kreistag: Marco kommt aus Datteln, ist dort im Stadtrat und unterrichtet in Recklinghausen am Gymnasium Petrinum Deutsch und Geschichte. Unser Landratskandidat ist natürlich auch auf unserer Reserveliste, um sich für Nachhaltigkeit, Offenheit und Toleranz einzusetzen.

Listenplatz 5: Elke Marita Stuckel-Lotz

Unsere Nummer 5 auf der Liste für den Kreistag: Elke Marita Stuckel-Lotz aus Gladbeck! Elke ist seit fast 35 Jahren Mitglied der Grünen und hat sich schon in verschiedensten Positionen, wie beispielsweise als stellvertretende Landrätin, für Frauenrechte, ein soziales Miteinander und Kultur eingesetzt. Im Kreistag möchte die zweifache Großmutter weiterhin für die Gleichstellung von Mann und Frau, dem eigenverantwortlichen Leben im Alter, sowie für Kultur und Tourismus einstehen.

Listenplatz 6: Holger Freitag

Unser Platz 6 auf der Liste für den Kreistag: Holger Freitag aus Recklinghausen! Der ehemalige Realschullehrer ist Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Recklinghausen, seit vielen Jahren auch im Kreistag engagiert und setzt sich für Kultur und Wirtschaft ein.

Listenplatz 7: Maya Wischnewski

Unser Platz 7 auf der Liste für den Kreistag: Maya Wischnewski aus Recklinghausen! Die 21jährige Studentin der Politikwissenschaft ist letztes Jahr bei den Grünen eingestiegen und seitdem nicht nur Beisitzerin im Vorstand des Ortsverbandes Recklinghausen, sondern auch als Sprecherin der Grünen Jugend Recklinghausen sehr aktiv. Wir freuen uns über soviel Engagement unserer jungen Kandidatin!

Listenplatz 8: Frank Bosbach

Unser Platz 8 auf der Liste für den Kreistag: Frank Bosbach aus Waltrop! Frank ist seit über 30 Jahren Grünes Mitglied und seit zwei Jahren aktiv in Waltrop. Auf Kreisebene möchte der Familienvater sich vor allem für eine nachhaltige Energie- und Wirtschaftspolitik einsetzen. Wir sind froh über seine Kandidatur!

Listenplatz 9: Veronika Diring

Veronika ist letztes Jahr den Grünen beigetreten und seitdem sehr aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit. Die junge Mutter ist studierte Sozialwissenschaftlerin und arbeitet in der Talentförderung von jungen und benachteiligten Menschen. Auf Kreisebene möchte Veronika sich deshalb auch vor allem auf die Themen Bildung und Familie konzentrieren.

Listenplatz 10: Mo El-Zein

Unser Platz 10 auf der Liste für den Kreistag: Mo El-Zein aus Datteln! Mo ist nicht nur Konditormeister, sondern auch als Kreisschatzmeister Herr über die Kasse unseres Kreisverbands. Schon vor 20 Jahren begann er seine politische Arbeit in der Grünen Jugend. Seit 10 Jahren vertritt er als Ratsmitglied die Interessen der grünen Wählerschaft im Dattelner Stadtrat. Neben allen anderen grünen Themen hat er deutliche Schwerpunkte in der Wirtschafts- und der Sozialpolitik und engagiert sich tatkräftig bei der Integrationsarbeit vor Ort.

Listenplatz 11: Regina Weyer

Unser Platz 11 auf der Liste für den Kreistag: Regina Weyer aus Herten! Regina ist seit zwei Jahren aktiv bei den Grünen in Herten und dort seit letztem Jahr Kreisdelegierte. Die Imkerin beschäftigt sich viel mit Natur- und Klimaschutz und möchte sich im Kreis zusätzlich in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit einbringen.

Listenplatz 12: Armin Ziesmann

Unser Platz 12 auf der Liste für den Kreistag: Armin Ziesmann aus Oer-Erkenschwick! Armin ist seit 14 Jahren bei den Grünen aktiv und seit 11 Jahren Fraktionsvorsitzender in Oer-Erkenschwick. Als IT-Berater, Umweltingenieur und Mitglied des GKD-Verbandes im Kreis, weiß er um die Bedeutung von E-Government und Digitalpolitik. Zusätzlich dazu möchte Armin sich auf Kreisebene für Umweltpolitik einsetzen.

Listenplatz 13: Ramona Karatas

Unser Platz 13 auf der Liste für den Kreistag: Ramona Karatas aus Gladbeck! Ramona ist seit zwei Jahren bei den Grünen aktiv und aktuell stellv. Mitglied im Ausschuss für integrierte Innenstadtentwicklung in Gladbeck. Die Germanistin lehrt an der Uni Duisburg-Essen und legt sowohl bei ihren Student*innen als auch bei sich selbst hohen Wert auf internationalen wissenschaftlichen und kulturellen Austausch.

Listenplatz 14: Thorben Terwort

Unser Platz 14 auf der Liste für den Kreistag: Thorben Terwort aus Recklinghausen! Thorben ist seit vier Jahren bei den Grünen und grüner Bürgermeisterkandidat der Stadt Recklinghausen! Der gelernter Industrie-Chemie-Meister und Hobby-Fußballer legt seine politischen Schwerpunkte auf die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis, aber auch auf Sport und Umwelt.

Listenplatz 15: Monya Buß

Unser Platz 15 auf der Liste für den Kreistag: Monya Buß aus Waltrop! Monya ist bereits seit 15 Jahren Mitglied der Grünen, seit 11 Jahren Ratsmitglied und seit sieben Jahren Fraktionsvorsitzende in Waltrop. Die Angestellte der Gewerkschaft ver.di setzt sich nicht nur im Job für mehr Zusammenarbeit ein, sondern möchte auch im Kreis die Kooperation der Kommunen fördern und ihre Stärken vereinen, um eine regionale Infrastruktur aufzubauen.

Listenplatz 16: Jan Matzoll

Unser Platz 16 auf der Liste für den Kreistag: Jan Matzoll aus Recklinghausen! Jan ist seit 11 Jahren bei den Grünen, Kreisvorsitzender im Kreis Recklinghausen und hauptberuflich Geschäftsführer der Grünen Gelsenkirchen. Die politischen Schwerpunkte des jungen Familienvaters liegen in den Bereichen Wirtschafts-, Umwelt- und Regionalpolitik.

Listenplatz 17: Mechthilde Banach

Unser Platz 17 auf der Liste für den Kreistag: Mechthilde Banach aus Dorsten! Mechthilde ist seit 25 Jahren bei den Grünen aktiv und aktuell grünes Ratsmitglied in Dorsten. Als politische Schwerpunkte sieht sie vor allem eine nachhaltige Klimapolitik, die ihrer Meinung nach durch die Förderung des ÖPNVs und alternativen Energien erreicht werden kann.

Listenplatz 18: Maximiliam Großer

Unser Platz 18 auf der Liste für den Kreistag: Maximilian Großer aus Datteln! Maximilian ist seit einem Jahr bei den Grünen aktiv und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Öffentlichkeitsarbeit in Datteln sowie im Kreis Recklinghausen. Die politischen Schwerpunkte des “Green Building”-Studenten sind der Tierschutz und der Ausbau des ÖPNV in der Umgebung.

Listenplatz 19: Regina Grossart

Unser Platz 19 auf der Liste für den Kreistag: Regina Grossart aus Herten! Regina ist seit Anfang des Jahres bei den Grünen. Die ehemalige Leiterin des Jobcenters Herten sagt über sich, sie habe zu viel Ungerechtigkeit erlebt und möchte sich deshalb politisch für soziale Themen und Gleichberechtigung einsetzen. Wir finden, das sind tolle Vorsätze!

Listenplatz 20: Robin Conrad

Unser Platz 20 auf der Liste für den Kreistag: Robin Conrad aus Oer-Erkenschwick! Robin ist seit einem Jahr Grünes Mitglied, Kassenprüfer in seinem Ortsverband und Landesdelegierter für den Kreis Recklinghausen. Der Masterstudent der Politikwissenschaften sieht seinen politischen Schwerpunkt besonders beim Klimaschutz und der Anpassungen an den Klimawandel. Themen, die für ihn nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung darstellen.

  • Soziales

    Wir wollen alle Menschen wirksam vor Armut schützen. Dafür brauchen mehr Menschen einen Job, der fair bezahlt und gut abgesichert ist. Diese Herausforderung ist im nördlichen Ruhrgebiet und auch im Kreis Recklinghausen auch heute, nach Jahrzehnten des Strukturwandels, weiterhin größer als in vielen anderen Teilen des Landes. Die Zahl der Menschen, die von Armut bedroht sind, ist seit Jahren erschreckend hoch. Betroffen sind nicht nur Langzeitarbeitslose, sondern auch immer mehr Menschen, die einen Job haben. Sehr viele Kinder und auch immer mehr ältere Menschen beziehen Grundsicherung. Für einen wohlhabenden Staat wie Deutschland ist es beschämend, wenn Erwerbsarbeit und Rente nicht mehr zum Leben reichen und Familien dauerhaft nur das Nötigste haben. Das gefährdet den sozialen Zusammenhalt. Wir GRÜNE finden uns mit solchen Missständen nicht ab. Wir nehmen es nicht hin, dass Menschen allein deshalb bedürftig werden, weil sie Kinder haben oder weil die Mieten immer weiter steigen. Dass junge Menschen keine Ausbildung machen können, weil das BAföG hinten und vorne nicht reicht. Oder dass junge Menschen nicht für das Alter vorsorgen können, weil ihr knappes Einkommen keine Rücklagen für das Alter zulässt. Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes, Alter: Das gehört zum Leben dazu. Dann braucht es den Schutz der Gemeinschaft, damit Menschen nicht an den Rand gedrängt werden.

    Vielfalt

    Der Kreis Recklinghausen muss noch diverser, bunter und vielfältiger werden. Eine aktive Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik, die auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung sowie ein positives Bewusstsein für gesellschaftliche Vielfalt abzielt, ist eine Grundbedingung für das wirtschaftliche Potenzial des Kreises. Die Lesben-, Schwulen-, Bi-, Trans*-, Inter*- und queere (LSBTIQ*) Bewegung ist seit jeher ein fester Bestandteil der grünen Familie. Wir GRÜNE haben bereits viel für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von LSBTIQ* erreicht. Damit sind wir aber noch lange nicht am Ziel. Wir kämpfen weiter für volle Akzeptanz und gegen Diskriminierung und Gewalt. Gerade angesichts des gesellschaftspolitischen Rollbacks und der erstarkenden gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gilt es, die queerpolitischen Errungenschaften nicht nur zu verteidigen, sondern weiter für die Umsetzung unserer gemeinsamen Ziele für LSBTIQ* zu kämpfen! Wir GRÜNE fordern daher einen Aktionsplan „Queerer Kreis Recklinghausen“. Hier soll geregelt werden wie, die Belange von älteren queeren Menschen in der Altenarbeit und in der Pflege zu beachten sind, wie der Ausbau der schulischen Aufklärungsarbeit zur Beendigung der queerbezogenen Diskriminierung an Schulen umgesetzt werden kann und wie der Ausbau von Beratungsangeboten und Anlaufstellen für queere Jugendliche und Erwachsene zu erreichen ist.

    Integration

    Wir GRÜNEN setzen uns für eine Willkommenskultur vor Ort ein, die von der gesamten Verwaltung im Kreis und in den Städten getragen wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Ausländerämter, Einwohnermeldeämter und die Sozialämter. Sie unterstützen Neuankommende dabei, sich in ihrem neuen Zuhause zurecht zu finden. Sie verweisen auf Beratungsstrukturen innerhalb der Verwaltung wie die sozialen Dienste, die kommunalen Integrationszentren oder die Integrationsbeauftragten. Außerdem bewerben sie das Angebot der Institutionen vor Ort (z.B. Deutschkurse, Integrationskurse etc.) und händigen entsprechende Broschüren in den Herkunftssprachen aus. Die Beratungsangebote werden vernetzt und ausgebaut. Die Liste der vorhandenen Angebote wird ständig aktualisiert und erweitert. Unterbringung in Privatwohnungen: Es ist unser Ziel, dass Neuankommende möglichst schnell eine eigene Wohnung beziehen können. Die öffentlichen Stellen unterstützen bei der Suche und bei der ersten Orientierung am neuen Wohnort. Damit das gelingt, setzen wir uns für bezahlbare Mieten und eine Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus ein. Die Kompetenzen der Verwaltung in Fragen des Diversity-Managements und einer Antidiskriminierungsstrategie werden konsequent erweitert. Entsprechende Schulungen werden regelmäßig angeboten. Der Prozess wird dokumentiert und der Politik zur Beratung vorgelegt. Es wird zudem angestrebt, dass die Zusammensetzung der Verwaltungsmitarbeiter*innen auf allen Ebenen (vor allem in den Führungspositionen) die Zusammensetzung der Bevölkerung widerspiegelt. Sollte es geboten sein, wird bei Bewerbungen die Möglichkeit der anonymisierten Bewerbung genutzt. Ziel ist die rasche Arbeitsmarktintegration von Neuankommenden. Jobcenter und Arbeitsagenturen sowie die Vertreter*innen von Handwerkerschaften, IHK, Arbeitgeberverbänden, Kursträgern, Hilfsorganisationen und anderen Akteur*innen treten regelmäßig zusammen, eruieren und bewerten die aktuelle Situation und erarbeiten gemeinsam Instrumente zur Arbeitsmarktintegration von Neuankommenden. Dabei ist besonders die Situation von Frauen und Jugendlichen zu berücksichtigen. Eine verbesserte Berufsanerkennung ist ein wichtiges Instrument. Es werden regelmäßig Sprachkurse angeboten, die eine Kinderbetreuung vorsehen, um insbesondere jungen Eltern den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern. Darüber hinaus sollten Deutschkurse so gestaltet sein, dass sie die individuellen Voraussetzungen der Nachfragenden, z.B. die Vorbildung, die Lebenssituation oder die Berufserfahrung, berücksichtigen.

  • Digitales

    Die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben der Digitalisierung einen enormen Schub gegeben. Dadurch sind die damit verbundenen Probleme jedoch noch offensichtlicher geworden. Die Infrastruktur ist vielfach nicht gegeben. Sowohl öffentlich als auch privat. Hält die Digitalisierung jetzt endlich Einzug in die Schule, darf Teilhabe keine Frage des Geldbeutels sein. Digitale Teilhabe ist ein Grundrecht! Daher benötigen wir eine Digitalstrategie für den Kreis Recklinghausen und die Städte mit gesellschaftlicher, öffentlicher Diskussion. Bisher ist die Digitalisierung bei uns unterdurchschnittlich ausgeprägt. Dabei ist sie gerade in einem Flächenkreis der langen Wege besonders wichtig: Nach Möglichkeit müssen alle behördlichen Vorgänge online abzuwickeln sein. In diesem Zuge kann durch digitale Bürger*innensprechstunden, Livestreams aller Kreistagssitzungen und digitale Beteiligungsformate Transparenz und Mitbestimmung massiv ausgeweitet werden. Zur Umsetzung der digitalen Teilhabe fördern wir freies WLAN in den Innenstädten mit freien unkommerziellen Anbieter*innen, wie Freifunk e.V. Außerdem benötigen wir stärkere Aufklärung der Bürger*innen und der Wirtschaft über Datenschutz, Privatsphäre und Informationssicherheit. Für mehr Transparenz und Effizienz wollen wir außerdem OpenData und Open Government konsequent umsetzen sowie eine OpenSource-Strategie für die Verwaltung umsetzen, um Unabhängigkeit von proprietären Anbieter*innen wie Microsoft zu erreichen. So können auch Kosten eingespart werden. Offene Haushalte wollen wir durch Nutzung neuer Finanzsoftware wie infoma ermöglichen. Wir streben an, zusammen mit Gelsenkirchen Digitale Modellregion zu werden. Dafür bedarf es auch guter Breitbandversorgung mit Glasfaser in der Fläche sowie verstärkte Schulungen im Bereich Digitales für ältere Mitbürger*innen, damit niemand von der Entwicklung abgehängt wird.

  • Umwelt

    Klimaschutz hat für uns GRÜNE absolute Priorität. Wir sind die erste Generation, die den Klimawandel spürt und die letzte, die ihn verlangsamen kann. Auch im Kreis Recklinghausen sind wir jetzt gefordert, alles dafür zu tun, damit die Erderhitzung auf maximal 1,5° (aktuell bereits 1,1°) begrenzt wird. Unser Ziel ist der klimaneutrale Kreis Recklinghausen mit 100 Prozent sauberem Strom aus erneuerbaren Energien, einer klimaneutralen Wärmeversorgung und umweltfreundlicher Mobilität. Wir werden darauf hinwirken, dass Klimaschutzkonzepte und Klimaanpassungsstrategien für den Kreis Recklinghausen erstellt, umgesetzt und gelebt werden. Wie der aktuelle IPCC-Bericht eindeutig zeigt, werden, selbst bei einer Eindämmung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius, die Auswirkungen des Klimawandels so groß sein, dass eine Anpassung unumgänglich ist. Jede Kreis-Entscheidung muss unter einem Klimavorbehalt stehen!

    Die Energiewende lokal umsetzen!

    Die Energiewende ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema im Kreis Recklinghausen. Auch in der zu Ende gehenden Kreistagsperiode wurde in diesem Bereich viel erreicht: Die Kreisverwaltung mit allen Immobilien wurde auf den Bezug von Öko-Strom umgestellt. Die ersten geeigneten kreiseigenen Dächer sind jetzt mit einer Photovoltaik-Anlage belegt und decken klimaneutral einen Teil des Energiebedarfs. Wir wollen den Weg zur Klimaneutralität und zur ökologischen Energiegerechtigkeit konsequent weitergehen. Ein RessourcenManagement für unsere kreiseigenen Immobilien ist auf dem Weg zu bringen, was zu Einsparungen beim Strom- und Wärmeverbrauch führt. Die im Raume stehenden Überlegungen zur Kommunalisierung von Netzten begrüßen wir ausdrücklich und werden uns dafür einsetzen, dass der Kreis Recklinghausen beratend und unterstützend eine Moderationsrolle einnimmt. Bei allen Kreisbauvorhaben sollten die Möglichkeiten zum Energiesparen und zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgeschöpft werden. Alle Pläne sollten zukünftig mit einem Energiekonzept von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Bei Kreisneubauten wollen wir konsequent die Idee des „Greenbuildings“ umsetzen, also Passivhausbauweise, Verwendung erneuerbarer Energiequellen, Regenwassernutzung und Dach- und Fassadenbegrünung. „Datteln IV“ wird das Klima jährlich mit Millionen Tonnen CO2 belasten und steigt direkt zu einem der größten Klima-Killer Europas auf. Es ist zu befürchten, dass das Kraftwerk jahrzehntelang schmutzigen Kohlestrom in die Netze leiten wird. Für die Energiewende ist „Datteln IV“ überflüssig und schädlich. Bei den bestehenden Überkapazitäten im Strommarkt wird es weder für die Versorgungssicherheit noch für die Netzstabilität benötigt. Das belegt eine Studie des Umweltamtes. Als Ausgleichskraftwerk für die Schwankungen bei den Erneuerbaren Energien ist es wegen seiner nicht vorhandenen Flexibilität nicht geeignet. So würde es durch seinen Betrieb nur Energie aus Wind und Sonne vom Markt drängen und den Energiemix in der Bundesrepublik negativ beeinflussen. Da ausschließlich Importkohle eingesetzt wird, kann „Datteln IV“ auch kaum einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten.

    Klimaanpassung

    Eine Auswirkung des Klimawandels, die wir heute schon spüren, ist die steigende Anzahl an Extremwetterereignissen, wie z.B. der Starkregen von 2015 oder die Hitzewellen der letzten zwei Jahre. Die Kosten, die durch Extremwetterereignisse entstehen, sind heute schon sehr hoch und werden voraussichtlich weiter steigen. Auch im angestrebten 1,5-Grad-Szenario, wird die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Ereignisse erhöht. Wenn wir diese Kosten für uns und unseren Kreis minimieren, die Sicherheit unserer Bürger*innen bewahren wollen und uns auf weitere Veränderungen einstellen wollen, dann müssen wir Anpassungsmaßnahmen ergreifen.

    Welche Anpassungsmaßnahmen können wir als Kreis Recklinghausen durchführen?
    1. Städte- und Wohnungsbau muss klimaangepasst geschehen. Schlagwörter sind hier Hitzeschutz und Anpassung an Extremwetter. Die kreiseigenen Gebäude sollten auf Hitzetauglichkeit untersucht werden.

    2. Mehr Bäume, Wasser- und Grünflächen sowie Frischluftschneisen in unseren Städten.

    3. Es sollen regionale Landkarten erstellt werden, auf denen absehbare Gefährdungslagen kartiert sind. Ausweisungen von Neubaugebieten in Überschwemmungsgebieten wollen wir einschränken. Hier ist es wichtig nicht nur klassische Überschwemmungsgebiete zu berücksichtigen, sondern auch Gebiete, die bei Starkregenereignissen überflutet werden. Dies sind z.B. Bodensenken (z.B. Stadtpark Erkenschwick) oder stark versiegelte Flächen. Ähnlich der Regelung des Bundes sollten kreiseigene Gebäude auf ihrer Gefährdung durch Extremwetterereignisse untersucht werden.

    4. Ein angepasster und besserer Gesundheitsschutz. Hier ist vor allem auf die Aufsicht der Altenheime zu achten.
    a. Durch Hitzewellen
    b. Durch eine verlängerte Pollenflugsaison
    c. Durch Extremwetterereignisse

    5. Die Landwirtschaft anpassen: Umwandlung ungeeigneter Äcker in Grünland, sowie die Ausweitung agrarökologischer Methoden wie Agroforstsysteme, Mischkulturen, weite Fruchtfolgen und eine ganzjährige Bodenbedeckung

    6. Flächen entsiegeln

    7. Waldaufforstungsprogramm mit dem Ziel gesunde Mischwälder und klimarobuste Arten zu etablieren.

    Tierschutz

    Welche Maßnahmen könnten auf Kreisebene ergriffen werden, um die Umweltverschmutzung und das Tierleid einzudämmen?

    • Aufstockung der Zahl der beim Kreis angestellten
    Kreisveterinär*innen bzw. Amtstierärzt*innen, damit sie als
    relevante Kontrollinstanz fungieren können
    • Schaffung der Stelle einer*eines Tierschutzbeauftragten
    • engmaschige Kontrollen in den Ställen
    • konsequente Durchsetzung des Mindestabstandes der Ackergrenzen zu Flüssen, Bächen, etc.
    • Anlegen von Blühstreifen um die Felder

    Weitere Maßnahmen im Bereich des Tierschutzes sollten sein:
    • Errichtung von Taubenhäusern in Absprache mit Initiativen wie den Ruhrpottmöwen in Datteln oder Stadttauben e.V. in Marl
    • Finanzielle Unterstützung der Arbeit von Tierschutzvereinen und anderen Initiativen, wie z.B. Eichhörnchen in Not
    • Keine Genehmigung von Langstreckentiertransporten in Länder außerhalb der EU durch Kreisveterinär*innen des Kreises Recklinghausen
    • Infrarotüberwachung mittels Drohnen beim Mähen der Felder, um zu vermeiden, dass Rehkitze und Kleintiere beim Mähen getötet werden
    • Schaffung von Wildhecken, die Wildtieren und Wildpflanzen die Möglichkeit zur Ansiedlung geben
    • Kein Fleisch aus Massentierhaltung in der Kantine des Kreishauses und wenn möglich in den Schulkantinen
    • Katzenkastrationspflicht
    • Keine Genehmigung von Ponykarussells, wie zuletzt auf der Cranger Kirmes, durch Veterinär*innen des Kreises

  • Kultur

    Kulturreisen sind mittlerweile ein Teil des Tourismus in unserer Region geworden. Auch weil die kulturelle Infrastruktur quantitativ in des Städten des Kreises gewachsen ist. In Recklinghausen ist die Neue Philharmonie Westfalen ansässig und es gibt die Ruhrfestspiele – mittlerweile über Europas Grenzen hinaus bekannt. Wir haben in Castrop-Rauxel ein Landestheater, in Marl ein einzigartiges Skulpturenmuseum sowie ein Jüdisches Museum in Dorsten, die Israelstiftung und vieles anderes mehr. Darüber hinaus ist die kulturelle Infrastruktur in unserem Kreis mit ihren Highlights der Route der Industriekultur immer noch einzigartig. Die Industriekultur ist das kulturelle Herz im Kreis Recklinghausen geworden, herausragende Leuchtturmprojekte wie z.B. die Halde Hoheward mit dem Horizont-Observatorium und der Sonnenuhr mit Obelisk, das Lehrbergwerk in Recklinghausen-Hochlarmark stehen in unserer Region für den Strukturwandel. Wir wollen die Freizeitwirtschaft und den Tourismus als Imagefaktor für die Region unterstützen und Voraussetzungen zur Vermarktung von Angeboten im Tourismussektor schaffen. Kulturelle Aktivitäten, die über die Stadtgrenzen hinaus strahlen, stellen auch einen Wert als weiche Standortfaktoren in der Wirtschaftsförderung dar. Sie verleihen unserem Kreis landesweite Wertschätzung und Anerkennung, die dem „Standort Kreis Recklinghausen“ zugute kommt. Kultur kann und soll das Zusammengehörigkeitsgefühl des Kreises Recklinghausen stärken. Wir wollen mit der Ernsthaftigkeit einer langfristigen kulturpoltischen Absicht, Auseinandersetzung, Zielsetzung und Planung mit ganzjährigen Veranstaltungsreihen zum Thema „Aufeinander zu“, die Gegensätze in unserem Kreis zusammenführen und die Diversität ins Zentrum einer zukunftsgerichteten Kreis-Kulturarbeit stellen. Wir wollen zugleich neue Ideen für neue Räume und Orte der künstlerischen und kreativen Entfaltung und des gesellschaftlichen Miteinanders entwickeln. Dabei Kunsträume schaffen und zur Verfügung stellen und die Wirkung von Räumen, Orten, Landschaften und Natur hervorheben. Kunst schafft dadurch neue Heimatorte. Die Weiterentwicklung von Heimat durch und mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Kreativen wollen wir fördern aber auch Initiativen bei der Entwicklung von Gestaltungs- und Begegnungsräumen unterstützen. Insbesondere wollen wir Kinder und Jugendliche mit Gestaltungsräumen und Erlebnissen begeistern – Experimente müssen da ausdrücklich möglich sein. Wir wollen einen Schwerpunkt in der Entwicklung neuer Formate und Formen legen, um Bürger*innen mit unterschiedlichen Bildungshintergründen, Kinder, Jugendliche, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und Menschen mit und ohne Behinderung zu erreichen. Dazu soll der gesamte Kreis Recklinghausen zur Spielstätte werden. Vorstellbar wäre ein thematisch und nachhaltig ausgerichtetes Kulturprogramm, das den Fokus auf Kinder und Jugendliche, Gemeinschaft, Einwanderung, Integration, Armut, Arbeit, Wirtschaft sowie auf Natur, Wasser, Stadt, Land, legt. Kulturprojekte müssen verstärkt in regionaler Verantwortung durchgeführt werden. Die Kultur Ruhr GmbH, die in der Nachfolge der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 steht, muss sich noch stärker als bisher als Servicepartnerin für Kulturschaffende auch im Kreis verstehen, insbesondere auch der freien und jungen Kulturszene sowie in den Bereichen Kreativwirtschaft und Interkultur, für die in der Emscherzone grundsätzlich ideale Ausgangsbedingungen vorhanden sind.

  • Bildung

    In der Schullandschaft des Kreises spielen die acht Berufskollegs eine besondere Rolle. Das zeigen allein schon die Schüler*innenzahlen. Über 19.000 Schüler*innen besuchen derzeit die Lehrstätten. Den steigenden Bedarf nach Höherqualifizierten sind alle Berufskollegs nachgekommen, rund 1.500 Jugendliche erwarben die Fachhochschul- oder allgemeine Hochschulreife. Die Berufskollegs haben sich als Knotenpunkt zu den Übergängen zwischen Schulen, Betrieben und Hochschule bewährt. Wir wollen die bestehende dezentrale Aufstellung der Berufskollegs erhalten und auch künftig in der Bildungslandschaft des Kreises weiter fest verankern. Darum haben wir uns in den letzten fünf Jahren dafür eingesetzt, dass an allen Bestandsgebäuden unserer Berufskollegs dringende erforderliche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Somit konnte der Sanierungsstau der letzten Jahre abgebaut werden und an allen Gebäuden unserer acht Berufskollegs Sanierungen und Modernisierungen unter ökologischen und energiewirtschaftlichen Aspekten vorgenommen wurden. Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird zunehmend auch Auswirkungen auf den Bildungsbereich, auf die Struktur und die Formen des Lernens in der beruflichen Aus- und Weiterbildung haben. Die Lernmedien sowie die betrieblichen Lehrund Lernprozesse in der beruflichen Aus- und Weiterbildung werden sich rasch verändern. Eine Wirtschaft 4.0 braucht damit auch eine Bildung 4.0. Die Berufskollegs müssen sich daher intensiv dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien sowie den sich verändernden technischen und medienpädagogischen Kompetenzen der Lehrenden und der Lernenden widmen. Insbesondere das Lehrpersonal braucht in der neuen Rolle als Lehr- und Lernbegleitende Unterstützung und Weiterbildung. Denn die Lehrenden an den Berufskollegs wie auch die Ausbilder*innen in den Betrieben sind für das Lernen und Handeln in einer digitalisierten Arbeitswelt die entscheidende Zielgruppe. Sie wollen wir auf den Weg einer Bildung in der digitalisierten Welt unterstützen. Die Inklusion bleibt auch weiterhin ein wichtiges Thema der Berufskollegs. Mit dem Ende der Klasse 10 verlassen die Schüler*innen mit einem Förderbedarf im Bereich Lernen ihre Förderschulen. Soweit sie keine Ausbildungsstelle erhalten haben, besteht weiterhin Schulpflicht für diese Jugendlichen, wenn sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wie für viele Schüler*innen ohne Beeinträchtigung ist auch für Jugendliche mit einem Förderbedarf im Bereich Lernen der Übergang in ein Berufskolleg sinnvoll. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage mussten sich die acht Berufskollegs den neuen Herausforderungen stellen. Inklusion muss von allen Schulsystemen geleistet werden und darf in der Sekundarstufe I nicht auf Hauptschulen, Realschulen, Sekundar- und Gesamtschulen abgewälzt werden. Dies entspräche nicht dem Inklusionsgedanken. Wir sprechen uns weiterhin für möglichst langes gemeinsames Lernen aller Schüler*innen aus. Um dem Anspruch der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, müssen aber in Zukunft sogenannte Multiprofessionelle Teams eingerichtet werden, die mit den bereits eingestellten Förderpädagog*innen zusammen wirken sollten. Als externe Partner*innen sollten der Allgemeine Soziale Dienst, die Jugendhilfe und die Schulpsycholog*innen kooperieren. Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen darüber hinaus neben den Sozialpädog*innen auch Integrationshelfer*innen und Schulbegleiter*innen in ihrem schulischen Alltag unterstützen. Berücksichtigt muss neben den steigenden Sachkosten zugleich auch die räumliche und sächliche Ausstattung der Berufskollegs werden. Für eine inklusive Beschulung ist eine behindertengerechte Gebäudeausstattung notwendig sowie zusätzliche Räume, die mit geeigneten Arbeitsplätzen und Werkstätten ausgestattet werden müssen. Ein weiteres Thema bleibt die Beschulung von geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen. Die bereits im Jahr 2016 an allen Berufskollegs eingerichteten Internationalen Förderklassen sollen uneingeschränkt weitergeführt werden. Ebenfalls die in Kooperation mit dem Jobcenter eingerichteten Förderklassen mit sozialpädagogischer Betreuung für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt. Das Thema Klima wird auch im schulischen Alltag zunehmend wichtiger werden. Hier sind Projekte zum Thema Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen als Projekte durchzuführen, die im Rahmen der schulischen Möglichkeit mit den Schüler*innen durchgeführt werden sollten. Die Grundsätze der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollten hier Anwendung finden. Eine Kooperation mit anderen Partner*innen sollte dazu dienen, praktische Hilfen aufzuzeigen, wie im Alltag jede*r etwas zum Klimaschutz tun kann.

  • Verkehr

    Wir brauchen eine neue Ausrichtung der Mobilität. Unsere Bedürfnisse, komfortabel und schnell von A nach B zu kommen, verändern sich kontinuierlich.

    Unser Ziel

    In Zukunft fahren wir mit Erneuerbaren Energien, sauber und abgasfrei mit emissionsfreien Autos, Bus, Bahn und Fahrrad durch unsere lebenswerten Kreisstädte. Um nachhaltige Mobilität voranzubringen, wollen wir den öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußwege in unserem Kreis weiter ausbauen. Den Umstieg zwischen Verkehrsmitteln wollen wir zugleich erleichtern und neue vernetzte Verkehrsangebote erproben. Car-Sharing, Radverkehr, EMobilität, öffentlicher Nahverkehr sind zu fördern. Zu nachhaltiger Mobilität gehört aber auch, einen Alltag der kurzen Wege zu ermöglichen. Wohnortnahes Arbeiten, HomeOffice sowie die Förderung der Grundversorgung im Quartier (Schule, Kita, Ärzt*innen, Super- und/oder Wochenmarkt etc.) können zur Steigerung der Lebensqualität beitragen. Gewerbegebiete auf der grünen Wiese (Stichtwort newPark) sind genau der falsche Weg und fördern Stau, Frust und Luftverschmutzung.

    Verkehrswende einleiten

    In unserem Verkehrskonzept denken wir Verkehrs- und Stadtplanung zusammen, um für sichere und kurze Wege sowie Barrierefreiheit zu sorgen. Für mehr Elektromobilität wollen wir die Ladeinfrastruktur ausbauen. Wenn wir eine umweltfreundliche Mobilität für Menschen und Güter sicherstellen wollen, und damit die Verkehrswende einleiten wollen, geht das in Zukunft nur mit weniger Autos in den Städten. Durch Straßen und Parkraum beansprucht der Verkehr einen enormen Teil dieser Fläche. Deshalb wollen wir die Verkehrsflächen zwischen Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autofahrer*innen „gerechter“ aufteilen. Unseren Verkehr wollen wir daher in Zukunft klimafreundlicher und effizienter organisieren. S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse machen den öffentlichen Verkehr attraktiver. Mehr Fahrzeuge, höhere Taktung und der Linienausbau sind notwendig. Aufgrund von immer mehr Pendler*innen sind ein gut erreichbarer und schnellerer ÖPNV, gute Fußwege und sichere Radwege unverzichtbar.

    Einrichtung von Mobilitätsstationen

    An allen Übergängen und Knotenpunkten des Verkehrs soll in Zukunft eine Mobilitätsstation stehen, die es den Bürger*innen erlauben für die letzte Meile das geeignete Fahrzeug zu wählen, das einem von A nach B bringt. Das könnte ein Elektroauto sein, ein E-Bike oder ein elektronisch angetriebener Roller oder auch ein E-Lastenrad. Das Land fördert mittlerweile Mobilitätsstation.

    ÖPNV stärken

    Das Rückgrat des kreisweiten Verkehrs muss daher ein ÖPNV bilden, der stärker auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist und in den zugleich Sharing-Systeme eingebunden sind. Letztlich geht es nicht darum, Mobilität einzuschränken, sondern intelligent zu steuern und hierbei bieten die neuen Technologien die notwendige Voraussetzung. „Nutzen statt Besitzen“ könnte, auch dank der Digitalisierung, zur neuen Leitidee werden. Ein wichtiger Schritt dazu ist ein simples und bezahlberes Fahrscheinsystem. Wir streben das 365-Euro-Ticket an, welches allen Menschen für nur einen Euro pro Tag Mobilität im ganzen Ruhrgebiet und perspektivisch in ganz NRW ermöglicht!

    Ausbau des Radwegenetzes

    Wir wollen eine Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in unserem Kreis erreichen und zugleich auch die Radverkehrssicherheit sowie die Zufriedenheit der Radfahrer*innen steigern. Um den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, wollen wir das Radwegenetz in unserer Stadt systematisch ausbauen und durch Radschnellwege ergänzen. Radverkehr vermindert Verkehrsdichte, Abgase und Lärm.

    Ins Bahnnetz investieren

    Wir erwarten, dass das Schienennetz auch in unserer Region massiv ausgebaut und verbessert wird. Statt einer Vielzahl teurer Straßenbauprojekte bauen wir Fern-, Regional- und Nahverkehr so aus, dass man schnell und bequem umsteigen kann. Lange Wartezeiten auf Anschlüsse müssen der Vergangenheit angehören. Alle Städte im Kreis Recklinghausen benötigen einen Gleisanschluss mit eigenem Bahnhof! Die Reaktivierung der Herten-Bahn (S9) ist ein gutes Beispiel für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Verkehrspolitik. Investitionen in den Ausbau der Nord-Süd-Achse sind dringend erforderlich.

  • Wirtschaft

    Die Stabilisierung und Förderung der Wirtschaft sowie die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen bleibt eine zentrale Herausforderung der Kreispolitik. Die durch die Corona-Pandemie entstandene Wirtschaftskrise trifft das nördliche Ruhrgebiet besonders hart. Unsere Antwort darf nicht sein, Natur für neue Gewerbeflächen zu zerstören. Statt der Konzentration von Investitionen in gigantische Großprojekte auf der grünen Wiese (newPark in Datteln), die die Gefahr einer Kannibalisierung lokaler Gewerbegebiete in sich trägt, forcieren wir lieber dezentrale Gewerbegebietsausweisungen etwa auf alten Industriebrachen. Neben dem ökologischen Aspekt, der für uns an erster Stelle steht, erhalten wir so den besonderen Reiz unserer Region als Übergang zwischen dem industriell geprägten Ruhrgebiet und dem ländlichen Münsterland. Wir wollen Arbeitsplätze nah am Menschen schaffen. Kürzere Arbeitswege und ein Recht auf HomeOffice schützen die Umwelt und schaffen Freiräume für Arbeitnehmer*innen. Die Corona-Krise hat uns auch die Potenziale gezeigt, was möglich wäre, wenn HomeOffice für immer mehr Berufsgruppen möglich wird. Voraussetzung für Arbeitnehmer*innen mit Kindern ist natürlich ein weiterer Ausbau von Kita- und Ganztags-Plätzen. Die Stadtentwicklung muss neue Wege gehen und ein neues Miteinander von Wohnen und Arbeit im Quartier ermöglichen. Der Kreis kann durch die Schaffung von Shared-Workplace-Orten Unternehmen bei der Weiterentwicklung individueller und familienfreundlicher Arbeitsstrukturen helfen. Wir streben an, den Gewerbesteuersatz kreisweit und perspektivisch für das ganze Ruhrgebiet zu vereinheitlichen. Die Kommunen befinden sich im Konflikt zwischen dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts sowie attraktiven Rahmenbedingungen für neue Unternehmen. Wir wollen nicht, dass sich das wirtschaftliche Nord-Süd-Gefälle im Ruhrgebiet weiter (zu Lasten des Nordens) verstärkt, sondern das Ruhrgebiet als gesamte Region seine Potenziale entfaltet und für Neuansiedlungen interessanter wird. Möglich wird das u.a. durch gleiche Rahmenbedingungen, die Stärkung eines gemeinsamen Öffentlichen Nahverkehrs und engere Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungen. Unsere Stärke im Kreis Recklinghausen und auch im gesamten Ruhrgebiet liegt in unserer Vielfalt und unserer europaweit einzigartigen dichten Hochschullandschaft. Diese Stärke können wir durch mehr Kooperation nutzen!

Kreisverband

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Recklinghausen
Ewaldstr. 66
45699 Herten

Tel: +49 (151) 11938216
E-Mail: info@gruene.re

Wir haben keine festen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle, bitte sprechen Sie mit uns per E-Mail einen Besuchstermin ab. Vielen Dank!

Folgend finden Sie unsere Satzung, unsere Geschäftsordnung sowie unsere Finanzordnung.

Unser Kreisvorstand besteht aus folgenden Personen:

Martina Herrmann

Kreisvorsitzende

martina.herrmann@gruene.re

aus Herten

Verheiratet, zwei erwachsene Kinder

Jan Matzoll

Kreisvorsitzender

jan.matzoll@gruene.re

jan-matzoll.de

aus Recklinghausen

Verheiratet, zwei Kinder

Mohammad El-Zein

Kreisschatzmeister

mo.el-zein@gruene.re

aus Datteln

Mechthilde Banach

Beisitzerin

aus Dorsten

Elke Marita Stuckel-Lotz

Beisitzerin

Stuckel-Lotz@web.de

WhatsApp: 0151 4240 7721

aus Gladbeck

Verwitwet

Martin Breitenstein

Beisitzer

aus Castrop-Rauxel

Regina Grossart

Beisitzerin

aus Herten

Die GRÜNEN Ortsverbände im Kreis Recklinghausen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Stadtverband Castrop-Rauxel
Lambertusplatz 1
44575 Castrop-Rauxel
Tel.: 02305-86893
Fax: 02305-545999
www.gruene-castrop-rauxel.de

Herzlich Willkommen bei den Grünen im Kreis Recklighausen

Du bist auf der gemeinsamen Website von

Kreisverband  und Kreistagsfraktion

Recklinghausen

Mehr über unsere Forderungen und Ziele kannst Du in unserem Kreistagswahlprogramm 2014-2020 erfahren.

Und schau Dir auch mal die Seiten unserer sehr aktiven Ortsverbände an. Da kannst Du viel über grünes Engagement direkt vor Ort erfahren.

Im folgenden hier das neuste aus dem Kreis!

Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen

Tel: 0 23 61 – 53 30 75
Fax: 0 23 61 – 53 32 75
E-Mail: Gruene.Kreistagsfraktion@kreis-re.de

Wir haben keine festen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle, bitte sprechen Sie mit uns per E-Mail einen Besuchstermin ab. Vielen Dank!

Prof. Dr. Bert WagenerFraktionsvorsitzender
Elke Marita Stuckel-LotzStellv. Fraktionsvorsitzende
Birgit SandkühlerMitglied des Kreistags
Holger FreitagMitglied des Kreistags
Silke KriegMitglied des Kreistags
Martina HerrmannMitglied des Kreistags
Peter SaatkampFraktionsgeschäftsführer